Politik - Dieser Threadtitel ist alternativlos

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ist eine Kacksituation jetzt. Da scheint ja laut Semsrotts Statement viel mehr im Argen zu liegen, außer diesem blöden Witz von Sonneborn vor ein paar Tagen und seiner unangemessenen Reaktion auf die Kritik daran.
      Semsrotts Austritt wird der PARTEI denke ich einen Riesendämpfer verpassen. Hatte die letzten Wochen eher mit dem Gegenteil gerechnet (grade durch den Übertritt von Marco Bülow und dem damit verbundenen Einzug in den Bundestag), aber das scheint jetzt alles zunichte gemacht zu werden.
      Ich hatte mir wirklich gewünscht, dass sich Die PARTEI in dieser Parlamentsperiode etwas weg von Sonneborn entwickelt. Nicht, weil ich etwas gegen Sonneborn hatte, sondern um diesen öfter angesprochenen Personenkult zu durchbrechen, damit die Partei auch ohne ihn in Zukunft funktionieren kann. Das Konzept der PARTEI als Partei, die satirisch auf Probleme hinweist und gleichzeitig irgendwo eine sozialere Realpolitik verfolgt, fand ich immer sehr ansprechend und ich hätte es schade gefunden, wenn das ganze nach einem möglichen Rücktritt Sonneborns in Zukunft im Sande verläuft, weil Die PARTEI noch viel zu abhängig von ihm gewesen wäre. Diese Entwicklung hat aber nicht wirklich stattgefunden, Die PARTEI ist weiterhin zu sehr Sonneborn und wenn er einen Fehler macht, schadet das der restlichen Partei immens, wie man am derzeitigen Shitstorm gut erkennen kann. Da ist ja von Austritten bis hin zu Aufrufen, sie wegen Sonneborns Äußerungen nicht mehr zu wählen, alles dabei.
      Leider ist Selbstzerfleischung jetzt auch nichts neues, was linke Parteien angeht. Die Piraten waren vor Jahren ja auch gut dabei, nachdem sie mal relevanter geworden waren. Profitieren werden davon wahrscheinlich am meisten die Rechten, jetzt wo sich die "linke Bubble" tagelang an Sonneborns rassistischen Witz aufreiben kann. Da ist es wahrscheinlich auch einfacher, einen moralischen Sieg gegen den Vorsitzenden einer eher unbedeutenden Kleinpartei zu erringen, als beispielsweise gegen prominentere Politiker aus dem rechten Spektrum, die auf solche Kritik einfach scheißen.
      Diese ganze Situation ist einfach enttäuschend.